Die Vorstandsmitglieder

im Portrait
  • Jean-Pierre Zala
    Jean-Pierre Zala Präsident

    Im Juli 2018 hat sich unser Sohn Grégory, mit 21 Jahren entschieden, frühzeitig aus dem Leben zu scheiden. Auch wenn es Anzeichen gab und er unter einer schweren Depression litt, so hätten wir niemals gedacht, dass er zu einem solchen Schritt fähig wäre.

    Innert wenigen Minuten hat sich damals unser Leben komplett verändert. Dieser schwerwiegende Schritt von Grégory hat uns damals den Boden unter den Füssen weggezogen. Wir mussten unser Leben von Grund auf neu erlernen.

    Für meine Frau und mich war schnell klar, dass wir nur Hilfe erhalten können, indem wir uns mit anderen Eltern, welche dasselbe Schicksal erlebt haben, austauschen können. So startete ich mit der Suche nach Möglichkeiten.

    Ich bin sehr schnell auf die Webseite vom Verein Regenbogen gestossen, auf welcher die Selbsthilfegruppe Suizid in Zürich erwähnt wurde. Ich habe den Kontakt mit der Leiterin der Selbsthilfegruppe gesucht und meine Frau und ich sind bereits wenige Monate nach dem Tod von Grégory zum ersten Mal an das Treffen der Eltern in Zürich gegangen.

    Seitdem sind wir in dieser Gruppe dabei und sie ist zu einem wichtigen Anker und fast schon wie eine zweite Familie geworden. Sie hat uns in unseren schwierigsten Momenten Kraft und auch wieder etwas Hoffnung gegeben.

    Für mich war klar, dass ich mich zu diesem Thema in irgendeiner Weise engagieren möchte, anderen Eltern genauso viel Kraft aber auch Unterstützung bieten möchte. 

    Im März 2022 wurde ich von der Generalversammlung des Vereins Regenbogen zum neuen Präsidenten und somit als Nachfolger von Edit Mändli gewählt. Dafür bin ich sehr dankbar und ich werde dieses Vertrauen mit meinem vollen Einsatz und mit viel Herzblut bedanken.

    Jean-Pierre Zala

  • Pierre-Alain Marioni
    Pierre-Alain Marioni Vizepräsidium

    Ich bin 1958 in Fleurier (NE) geboren und wohne mit meiner Frau Danièle seit bald 30 Jahren im Kanton Fribourg. Meine Muttersprache ist Französisch und ich arbeite in Bern.
    Im Dezember 1988 ist unsere erste Tochter Nadia im 7. Monat der Schwangerschaft gestorben. Einige Monate später haben wir zusammen die Gruppe Regenbogen Fribourg entdeckt und regelmässig besucht. Dort haben wir beim Austausch mit Gleichbetroffenen viel Verständnis und Unterstützung gefunden.
    Im Februar 1993 haben wir unsere zweite Tochter Sandra in den ersten Monaten der Schwangerschaft auch verloren. Meine Frau Danièle hat dann die Gruppe Fribourg übernommen und ein Jahr später wurde sie auch Redaktorin des „Journal Arc-en-Ciel“.

    Bis jetzt besuche ich noch regelmässig die Gruppe, in dem ich die Verbundenheit mit Menschen, die das gleiche Schicksal erlebt haben, immer sehr stark empfinde und schätze.

    Im Vorstand des “Vereins Regenbogen Schweiz” bin ich seit 2010 als Vizepräsident tätig und für die Kontakte mit den Gruppen der Westschweiz zuständig. Ich mache auch sämtliche Übersetzungen auf Französisch. Der Austausch im Vorstand und mit den GruppenleiterInnen ist immer sehr wertvoll und bereichernd. Ich hoffe, dass der Verein Regenbogen mit seinen zahlreichen Gruppen noch für lange Zeit trauernde Eltern begleiten und unterstützen wird.

    Pierre-Alain Marioni

  • Anne Catherine Baudin
    Anne Catherine Baudin Öffentlichkeitsarbeit/Medien

    Ich bin Mutter von zwei Buben (geboren 2007 und 2014). Zusammen mit meinem Ehemann habe ich im Jahr 2012 den Verlust unserer Tochter Héloïse tragen und verarbeiten müssen.

    In der 20. Schwangerschaftswoche wurde bei meiner Tochter Trisomie 18 festgestellt, worauf mein Ehemann und ich entschieden haben, die Schwangerschaft abzubrechen. Wir waren bei diesem Prozess von unserem Arzt begleitet worden. Jedoch fehlte mir eine umfassende Betreuung, die professionell auf meine Situation eingehen konnte.

    Aus meiner eigenen Erfahrung weiss ich daher gut, was für ein glückliches Weiterleben ohne das verstorbene Kind wichtig sein kann. Ich habe auch festgestellt, dass es gerade bei diesem frühen Kindsverlust wenig Akzeptanz und Hilfe vom nächsten Umfeld gibt.

    Deshalb habe ich mich 2021 entschieden, mit der Unterstützung des Vereins Regenbogen Schweiz eine Selbsthilfegruppe für Eltern verstorbener Kinder zu gründen, um so für Eltern, die ihr Kind verlieren, einen Ort des Austausches und Besinnung zu schaffen. Seit März 2022 habe ich das Ressort Medien und Öffentlichkeitsarbeit übernommen und freue mich, den Verein für andere betroffene Eltern sichtbar zu machen.

  • Rita Bachmann
    Rita Bachmann Finanzen

    Ich bin 1965 in Zürich geboren und wanderte als junge Frau nach Afrika aus. Ich bin Mutter und Geschäftsfrau mit Erfahrung in der Leitung von Ökotourismus Unternehmen und im Führen von Non-Profit-Organisationen für benachteiligte Menschen.
    Meine zwei Töchter Alexandra und Michaela sind in Südafrika geboren und aufgewachsen. Als Alexandra sich entschied in der Schweiz zu studieren, planten wir den Umzug in die Schweiz. Ein Jahr später folgte Michaela ihrer Schwester. Und plötzlich war Michaela weg – ein Anruf, eine Realität, dass sich meine Tochter das Leben genommen hat, nur drei Tage nach ihrem 20. Geburtstag. Heute erinnere ich mich kaum noch an die Monate danach. Die Zeit wurde zu einer lange Reise in einem schwarzen Tunnel, verbunden mit unvorstellbarem Schmerz und totaler Hoffnungslosigkeit.
    Heute ist die Regenbogen Familie heute mein Anker. Ich finde in der Gruppe Menschen, die mich verstehen, die mir in schwierigen Momenten helfen und mich unterstützen. Die Gruppe gibt mir die Kraft im Tunnel weiterzulaufen, dem Licht entgegen, und dass jeder mit seiner Trauer individuell umgehen darf. Am wichtigsten ist mir heute, dass Alexandra ein «normales» Leben führen kann und Erfüllung findet.
    Im März 2018 bin ich in den Vorstand gewählt worden und kümmere mich nun um die Finanzen. Ich glaube an die Kraft als Gemeinschaft Frieden und Freude am Leben wiederzufinden. Meine Aufgabe im Vorstand dient als Dank für die Liebe, die mir entgegengebracht wurde. Ich freue mich gemeinsam mit euch neue Hoffnung zu schaffen. Rita Bachmann

  • Doris Lengwiler
    Doris Lengwiler Sekretariat

    Ein halbes Jahr nach dem Tod unserer Tochter Alessia im April 2015 habe ich zum ersten Mal die gemischte Gruppe Frauenfeld besucht. 

    Die Verbundenheit, das Verständnis und das ‘Getragensein’, welches ich in der Gruppe erleben durfte, hat mir unendlich gut getan. Für mich war die Gruppe ein Anker, Gruppenmitglieder, bei welchen der Tod des Kindes bereits länger her war, waren Leuchttürme. 

    Ich habe mich dann im Jahr 2018 entschieden, mich aktiv für den Verein Regenbogen Schweiz zu engagieren, dies nicht zuletzt als Dank für all die tröstende Unterstützung, die ich habe erfahren dürfen. Seit März 2018 führe ich das Sekretariat und bin ebenfalls im Vorstand tätig. Mit meinem Engagement möchte ich die wichtige Arbeit des Vereins mitgestalten helfen und weiterführen, damit sich verwaiste Eltern auch in Zukunft im geschützten Rahmen der Regenbogen-Gruppen begegnen können.